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Im Jahr 1201 verkauft der Landesherr Graf Adolf
II. von Schaumbug die Siedlung "Chuseresdorp" sowie den
umliegenden Urwald an das Johanniskloster zu Lübeck. Damit
zählt Kasseedorf zu den ersten urkundlich erwähnten Dörfern
des Bungsbergraumes. Seitdem wird der bis dahin undurchdringlich
und nahezu menschenleere Raum zwischen Eutin und dem Bungsberg kolonisiert.
Vom
späten Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinen ist die
Geschichte Kasseedorfs eng mit dem Gut Stendorf verbunden, zu dem
neben dem Haupthof auch die Meierhöfe Bergfeld und Vinzier
sowie die Dörfer Kasseedorf, Sagau und Griebel gehören.
Mit seinem Gesamtareal von 3.370 Hektar um die Mitte des 19. Jahrhunderts
ist der Stendorfer Gutsbezirk nahezu identisch mit dem Gebiet der
heutigen Gemeinde Kasseedorf. Als im Jahr 1928 die Gutsbezirke aufgelöst
werden, entstehen zunächst die eigenständigen Gemeinden
Kasseedorf, Sagau und Griebel, die man 1938 zur Gemeinde Kasseedorf
zusammenlegt.
Die
durch ihren Waldreichtum landschaftlich reizvolle Gemeinde Kasseedorf
hat sich in den vergangenen 20 Jahren zunehmend zu einem Wohnort
mit hoher Lebensqualität entwickelt. Neben der Land- und Forstwirtschaft
sind vor allem der Tourismus sowie der Kielsabbau die wirtschaftlichen
Standbeine der Gemeinde. Im Jahr 1994 wurde sie als "Umweltfreundliche
Gemeinde" des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Seit
1998 ist Kasseedorf Modellgemeinde des Bundes für die Beteiligung
von Kindern und Jugendlichen an der kommunalen Entwicklung im ländlichen
Raum. Bei dem landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner
werden - unser Dorf hat Zukunft" hat die Gemeinde Kasseedorf
landesweit den zweiten Platz belegt.
Die Ortsschaften der Gemeinde Kasseedorf
Griebel, Vinzier, Holzkaten, Stendorf, Sagau, Bergfeld,
Freudenholm
Wappen
der Gemeinde Kasseedorf
Durch fünf schräglinke, abwechselnd sielberne
und blaue Wellenfäden von Rot und Grün geteilt. Oben ein
die Wellen mit Teilen des Wurzelwerks und der Blätter überdeckender
Eichenbaum, unten eine schräg gestellte, mit der Scheide auswärts
weisende goldene Hacke.
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