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Gemeinde Schashagen in ihren heutigen Grenzen hat eine sehr unterschiedliche
geschichtliche Entwicklung hinter sich. Beginnen wir mit dem Jahr
1592, in dem der Gutsbezirk Brodau mit den Ortschaften Albersdorf,
Hermannshof, Schashagen, Beusloe und Logeberg entstand. Daneben bestanden
die Lübschen Dörfer Bentfeld (Johanniskloster Lübeck),
Bliesdorf, Merkendorf, Marxdorf, Klein Schlamin (Clemenskaland Lübeck)
sowie Groß Schlamin (ab 1642 als Besitz des Bischofs Hans zum
Gut Mönchneversdorf gehörig).
Nach Einverleibung Schleswig-Holsteins in das Königreich
Preußen (Januar 1867) blieben die adligen Güter (Gut
Brodau) und lübschenStiftungen zunächst bestehen. Mit
einer Kreisverordnung vom 01.04.1889 wurden die adligen Güter
und lübschen Stiftungen aufgehoben und Amtsbezirke mit Gutsbezirken
und Landgemeinden gebildet. In der heutigen Gemeinde Schashagen
entstand der Amtsbezirk Brodau mit dem Gutsbezirk Brodau und den
Landgemeinden Bentfeld, Bliesdorf, Klein Schlamin, Marxdorf und
Merkendorf sowie das zum Großherzoglich Oldenburgischen Fideikommißgut
gehörende Groß Schlamin.
Mit Beschluss des Preußischen Staatsminsteriums
ergaben sich mit dem 30.09.1928 folgender Veränderungen: Die
Gutsbezirke wurden aufgelöst und die zum bisherigen Gutsbezirk
Brodau gehörenden Ortschaften zur Landgemeinde Schashagen zusammen
gelegt. Die Landgemeinden Bentfeld, Marxdorf und Merkendorf blieben
bestehen. Die Dörfer Klein Schlamin und Groß Schlamin
wurden zur neuen Landgemeinde Schlamin vereinigt.
Am 15.03.1938 verfügte der Oberpräsident
in Kiel, dass mit Wirkung vom 01.10.1938 die vorgenannten Landgemeinden
in die Gemeinde Schashagen eingegliedert werden. Damit ist die Entwicklung
der Gemeinde Schashagen zunächst abgeschlossen.
Bis zum 01.04.1970 war die Gemeinde Schashagen
amtsfrei und bildete mit diesem Tage gemeinsam mit den bis dahin
im Amt Sierksdorf zusammengefassten Gemeinden Altenkrempe und Sierksdorf
das neue Amt Neustadt-Land. Die politisch selbständigen Gemeinden
haben damit mit dem Amt Neustadt-Land eine gemeinsame Verwaltung.
Seit dem 1. Januar 2005 steht nun das Amt Ostholstein-Mitte,
mit den zusätzlichen Gemeinden Kasseedorf und Schönwalde
a.B., bereit, um die Verwaltungsaufgaben der Gemeinden zu übernehmen.
Wappenbeschreibung:
In Blau eine goldene Windmühle (Gallerieholländer)
über einer weißen Lilie im Schildfuß
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