Ostholstein-Mitte, zwischen Bungsberg und Ostsee
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Erster Neujahrsempfang im Amt Ostholstein-Mitte

Der gemeinsame Neujahrs-Empfang war Premiere. Erstmals lud das neu gegründete Amt Ostholstein-Mitte in Schönwalde die Bürger der amtsangehörigen Gemeinden ein.

Schönwalde/Neustadt - "Aufgaben von heute und morgen sind wichtiger als die Erfolge von gestern", leitete Amtsvorsteher Klaus Weidemann den Neujahrsempfang ein. Zuvor hatten Weidemann, Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner, und Amtsleiter Wolfgang Behrendt viele Hände zu schütteln, darunter auch von Bürgern aus den Gemeinden des ehemaligen Amtes Neustadt-Land.

Der größte Erfolg, auf den Weidemann anspielte, war natürlich die mit Beginn des Jahres vollzogene Ämterfusion. Innenminister Klaus Buß habe der ersten Fusion auf Landesebene "Vorbildcharakter" bescheinigt, erinnerte anschließend auch Plötner. Die Hauptlast der Fusion hätten aber die Mitarbeiter getragen. Plötner: "Ohne ihr Engagement, ohne zahllose Überstunden oder die selbst auferlegte Urlaubssperre wären wir ,Feierabend-Politiker' hoffnungslos verloren gewesen." Für den Februar kündigte der Schönwalder Bürgermeister bereits die konstituierende Sitzung des Amtsausschusses Ostholstein-Mitte an.

Als Hausherr ging Plötner auch noch auf einige Schönwalder Besonderheiten ein. Er gebe die Hoffnung nicht auf, dass 2005 endlich etwas bei den Radwegen rund um Schönwalde in Bewegung komme. "Wenn die Verwaltung schon zentral ist, sollte man sie gefälligst auch mit dem Rad erreichen können", so Plötner. Zuversichtlich blickte er auch auf den Neubau der abgebrannten Jugendherberge, der ebenfalls Ende 2005 in Angriff genommen werden soll. Das verbleibende Gebäude der Jugendherberge dient bis auf weiteres den Senioren für ihre Treffen als Unterkunft, da die bisherige Lesehalle zum neuen Sitzungssaal umfunktioniert wurde.

Wenig Hoffnung gebe es indes für das Projekt Betreutes Wohnen. Als potentieller Träger habe zwar das DRK Interesse signalisiert, doch die geforderte Garantie für eine 100-prozentige Auslastung habe man nicht geben können. Sorge bereite auch das Gewerbegebiet, in dem bisher noch einige Grundstücke leer stünden. Einen Wermutstropfen gab es auch für die Anlieger der Bungsbergstraße. Mit der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde begründete Plötner die Notwendigkeit, noch in diesem Frühjahr die dort gewachsenen Linden abholzen zu müssen. Ein Baumgutachten habe ergeben, dass die Bäume marode seien und deshalb verschwinden müssten. Im Herbst sollen dann an gleicher Stelle neue Linden gepflanzt werden.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang mit anspruchsvollen Darbietungen des Schönwalder Gesangsvereins und der Geschwister Imsdahl. Humoristisch gab dazu abschließend Plötner einen inneren Zwiespalt zur klassischen Musik preis. Mit Blick auf den jüngsten Imsdahl-Musikus Olav (Cembalo) fragte Plötner: "Warum muss eigentlich der Kleinste das größte Instrument spielen?"

Herzlich empfangen wurde auch eine Abordnung aus der Patengemeinde Schönwalde am Fuchsberg bei Berlin. Deren Pastor wünschte sich für die Schönwalder hüben wie drüben "Neugierde" mit der es auf beiden Seiten viel zu entdecken gebe.

Natürlich wurde auch bei diesem Empfang der Opfer der Naturkatastrophe in Südostasien gedacht. Zum Abschluss baten Schüler die Anwesenden um Spenden, die in der betroffenen Region für den Wiederaufbau von Kindergärten und Schulen eingesetzt werden sollen.

Von Thomas Klatt, LN

ln-online/lokales vom 16.01.2005 01:00